Mit zwei über 80-jährigen Ehrenmitgliedern feierte der Tennisclub sein 50-jähriges Jubiläum. Die mühevolle Aufbauarbeit stand dabei ebenso im Fokus wie die sportlichen Erfolge, die allerdings schon etwas zurückliegen. Ein kleiner Lichtblick zeichnet sich ab.

Oberviechtach. (weu) „50 Jahre geben Anlass zu berechtigtem Stolz und zu Zufriedenheit. Sportliche Erfolge und herausragende Jugendarbeit waren die Markenzeichen des Tennisvereins“, betonte stellvertretende Bürgermeisterin Christa Zapf bei der Jubiläumsfeier im Kleintierzuchtheim. Sie dankte allen, die an den positiven Leistungen des Vereins beteiligt waren und blickte optimistisch in die Zukunft: „Geselligkeit und Harmonie werden im Tennisverein groß geschrieben und die engagierte Jugendarbeit wird sicher auch wieder Früchte tragen.“ Im Namen des Bayrischen Landessportverbandes überreichte Michael Günther zum Dank und zur Anerkennung für die bisher geleistete ehrenamtliche Tätigkeit eine Ehrenurkunde. „Das Wichtigste ist, dass heute auch junge Leute am Tisch sitzen. Sie bringen jugendlichen Schwung in den Verein“, unterstrich er. Die Vorsitzende des Tennisclubs, Vlasta Vavrinova freute sich bei der Begrüßung über die Anwesenheit der Ehrenmitglieder Hermann Schön und Karl Grundler sowie der Tennistrainer Udo Weiß, Andro Suchardo und Nikolai Welnhofer. Ihr Dank galt auch Horst Hüttl und Manfred Beer, ihren Vorgängern. Hans Winklmann erhielt den Dank für die Platzpflege und die Reparaturarbeiten am Tennisheim. Nachdem Vlasta Vavrinova die Ehrungen für langjährige Mitglieder durchgeführt hatte, lud sie zum Büfett ein. Der zweite Vorsitzende Peter Frauendorfer ließ die Vereinsgeschichte in Bildern und Anekdoten Revue passieren. Abschließend führte Eva Vavrinova ein kleines Lichtspektakel vor.

img_371

Die Vorsitzende des TC Oberviechtach, Vlasta Vavrinova (fünfte von rechts), freute sich, eine große Zahl langjähriger Mitglieder zu ehren. Die Senioren Karl Grundler und Hermann Schön (Mitte) sind Gründungsmitglieder und bis zum heutigen Tage aktiv.

Bild: weu

img_365

Im Namen des Landessportverbandes gratulierte Michael Günther (rechts) dem Tennisverein für die in 50 Jahren geleistete ehrenamtliche Tätigkeit und überreichte eine Urkunde.

Bild: weu




Ehrungen:

30 Jahre: Fleischer Hans, Foissner Karl-Heinz, Foissner Rita, Hüttl Gabriele, Karl Michael, Neuber Wilfried, Neuber Karin, Ried Adolf, Ried Gabriele, Ried Alexander, Ried Christian, Robl Günther, Schwinger Rainer, Spichtinger Peter;

35 Jahre: Baumer Michael, Baumer Ursula, Ferstl Johann, Frauendorfer Johann, Frauendorfer Peter, Habl-Kiesl Renate, Spichtinger Reinhard, Stocker Gabriele, Stocker Gerhard;

40 Jahre: Fleischer Andrea, Forstner Maria, Frauendorfer Regina;

50 Jahre: Grundler Karl, Schön Hermann; (weu)


Rückblick auf 50 Jahre Tennisverein Oberviechtach:

Der TC Oberviechtach, der viele Jahre das Oberviechtacher Vereinsleben belebte, wurde 1965 im Gasthaus Pösl von einigen sportlichen Männern ins Leben gerufen. Der erste bescheidene Spielbetrieb wurde auf dem Allwetterplatz unterhalb des Jahnstadions aufgenommen. Als erster Vorstand fungierte Erwin Schreiber, und zwei der Gründungsmitglieder, Karl Grundler und Hermann Schön, gestalteten das Vereinsleben maßgeblich mit bis zum heutigen Tage. Karl Grundler als Spieler (Vereinsmeister), Platzwart und Jugendtrainer und Hermann Schön als Spieler, Kassier und „Trainer für die Damen“. Mit Kurt Weiß, der 1971 in das Amt des Vorstandes gewählt wurde, ging es mit einem geregelten Spielbetrieb los. Nachdem durch seinen Einsatz die Plätze neu beschichtet wurden, konnten die ersten erfolgreichen Freundschaftsspiele gegen Neunburg und Nürnberg ausgetragen werden. Auch eine erste Seniorenmannschaft ging nun auf Punktejagd. Karl Grundler, Hermann Schön, Edmund Walbrun, Michael Reitinger und Kurt Weiß schlugen sich hier bravourös. Eine 1. Herrenmannschaft und eine Damenmannschaft komplettierten in den folgenden Jahren die Teams. 1975 legte Udo Weiß die Übungsleiter (C-Trainer)-Prüfung ab und widmete sich, unterstützt von Karl Grundler und Rainer Eiser, der Ausbildung des Nachwuchses. So konnten in den folgenden Jahren auch Jugendmannschaften gebildet werden. Über 150 Jugendliche und Kinder wurden in dieser Zeit ausgebildet.1978 übernahm Manfred Beer das Ruder. Seiner Initiative ist der Umbau der Hartplätze in drei Sandplätze im Jahr 1982 zu verdanken, der den Verein zu neuer Blüte führte. Sein Engagement gipfelte 1986 im Bau des repräsentativen Clubheimes. Gründungsmitglied Karl Grundler tat sich beim Bau als ausführende Kraft hervor und mauerte das Haus, mit Unterstützung vieler Mitglieder, fast im Alleingang. Nach 18-jähriger erfolgreicher Arbeit als Vorstand übergab Manfred Beer 1995 das Zepter an Horst Hüttl, der den Verein bis 2009 führte. Großes Anliegen Hüttls war die Aktivierung der Jugendarbeit. Mit Hilfe von Trainern aus Tschechien konnte die Jugendarbeit intensiviert werden. Erfolgreiches Abschneiden bei den Medenspielen und Kleinfeldturnieren war die Folge. Seit 2009 führt Vlasta Vavrinova den Verein und versucht mit großem Engagement, den Verein weiter voranzubringen. Mit unzähligen Aktionen versucht sie immer wieder, trotz des allgemein nachlassenden Interesses am „Weißen Sport“, neue Mitglieder zu gewinnen. Einen Mitstreiter hat sie in Nikolai Welnhofer gefunden, der exakt 40 Jahre nach Udo Weiß als Übungsleiter zur Verfügung steht. (weu)